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Bei der E-Schrottannahmestelle

Neben der E-Schrottannahmestelle ging es bei unserem Besuch bei der Firma Drechsler Umweltschutz KG in Kulmbach im Gespräch mit dem Entsorger rund um das Thema „Müll“:

Wir alle konsumieren, freuen uns über Neues und sind teilweise sogar zum Teil „konsumsüchtig“. Andererseits ist aber auch der Ersatz von Gütern nach kurzer Lebensdauer erforderlich, da kaum noch repariert werden kann und Produktionen auf Verschleiß getrimmt sind. „Ex und Hop“ ist die Devise, am einfachsten übers Internet billig erworben, bestellt und in Paketen zuhause bequem angeliefert, so sieht heute unsere allgemeine Konsumwelt aus.

Als Umwelt- und Abfallberaterin war Dagmar Keis-Lechner in der Abfallwirtschaft seit Mitte der 90iger Jahre tätig und hat Gebrauchtwarenhäuser ähnlich der Integra mit aufgebaut und betrieben. Sie meint, dass das „Müllthema“ Ende der 90iger Jahre aus dem Fokus verschwand, da man meinte, mit der Einführung von Entsorgungssystemen, dem Betrieb von Verbrennungsanlagen, geordneten Deponien sowie der Einführung der Grünen Punkts den Abfall einfach „verschwinden“ lassen zu können – Aus dem Auge aus dem Sinn!

Allerdings wird darüber eines vergessen: alle Stoffe, die nicht nachwachsen sind endlich und damit kostbar. Sie gehören in die Kreislaufwirtschaft und dürfen nicht verloren gehen. Sie sollten so lange genutzt werden wie irgend möglich und danach stofflich verwertet werden, bevor es zur Entsorgung kommt.